Kalles Junghund-Tagebuch
» Hier geht es weiter - August bis...
-----
31.07.
Man hat ja echt nicht immer Lust zu spielen - aber kann man bei
so einer Aufforderung denn wirklich "Nein!" sagen??

-----
30.07.
Der Kurze wird langsam ruhiger und das ist gut für das
Verhältnis mit Lunes, denn der mag es einfach nicht mehr so
zappelig.
In letzter Zeit wird es zwischen den Beiden ganz selten mal lauter; im Normalfall ist eher schnubbeln angesagt.
-----
29.07.
Wenn man irgendwo zum ersten mal auf Besuch ist und mag den
Gastgeber sichtlich - wie zeigt man das am besten?
Man geht zum Wäscheständer und pinkelt die Jeans seines
neuen Freundes an! Oh Mann, Kalle...
-----
28.07.
Kalle langweilt sich! Sein Kumpel ist halt nicht so'n
Spielmops und seine Menschen haben auch nicht immer die Zeit ihn
durchgehend zu bespaßen.
Was macht man da als Hund? Ab ins Körbchen, schmollen und
ganz vorwurfsvoll kucken!

-----
27.07.
Kurz und knapp: Siehe gestern!
-----
26.07.
Man geht mit Kalle spazieren und es ist ein Traum: Der Hund ist
aufmerksam, gehorcht und kommt beim freien umherlaufen auf jeden
Zuruf zurück.
Und dann: Ein Moment der Unaufmerksamkeit und schwupps rennt er
irgend einem Hund hinterher.
Man kann sich einfach noch nicht darauf verlassen, dass Kalle auch unter Ablenkung kommt!
-----
25.07.
Ein Augenblick, den jeder Hundebesitzer kennt und hasst wie die
Pest: Man pfeifft den Hund zurück und der schert sich
einen... die Bohne darum. Zeige mir den Hundeführer der in
solchen Momenten immer ruhig bleiben kann und ich zeige dir einen
Übermenschen!
Glücklicherweise war der noch junge Schäferhund, den
Kalle so ungestüm überfallen hat, ein genau so grosser
Spielmops wie Kalle. Nach einiger Zeit auf dem Feld - Lunes
durfte zwischenzeitlich auch mal beim Jungvolk mitmischen - sahen
die beiden aus wie Tiefbauarbeiter bei Starkregen.
Ist aber wohl wie bei mir als Kind: Je dreckiger, je
glücklich!
-----
24.07.
Ein langweiliger Tag - wie schön!
-----
23.07.
Dunkel war's (und noch sehr früh)
als dieses "tolle" Bild entstand.
(Weil Herbert unser Knips-Genie
die Einstellung für Blitz nicht fand!)
Unheimlich dunkel droht der Wald
und schwere schwarze Wolken ziehn.
Käuzchen schreien - es ist kalt...
Kalles Augen leuchten grün!

-----
22.07.
Und schon wieder ne Prüfung: Ich bin mit Lunes zum Tierarzt
gefahren und Kalle war alleine zu hause.
Wer bis dato Probleme mit der Vorstellung hatte, der Hund stamme vom Wolf ab, wurde heute sicher eines besseren belehrt: "A-Huhuhuuuuu - wo ist mein Kumpel??"
Die Wiedersehensfreude war dann eine grosse!
-----
21.07.
Grosse Prüfungen: Eine längere Autofahrt bei
schwülen Temperaturen und dann eine Feier mit vielen
Personen und dementsprechender Enge. Kalle war souverän -
anders kann man das einfach nicht nennen!
-----
20.07.
Kalle und Lunes spazieren durch den Wald. (Nein - es war nicht
finster und auch nicht bitter kalt!) Also die beiden spazieren so
vor sich hin; Schulter an Schulter. Sie teilen sich einen
scheinbar besonders schmackhaften Grashalm, sie schnuppern Nase
an Nase an den Markierungen der anderen Hunde und buddeln
gemeinsam ein Loch. Peace and Love!
Und urplötzlich fallen sie übereinander her und fetzen sich wie die Besenbinder. Warum? Keine Ahnung! Jedenfalls wurde ich - gelinde gesagt! - energisch und habe sie getrennt.
Sofort danach spazieren die beiden Schulter an Schulter weiter, teilen sich scheinbar besonders schmackhafte Grashalme, schnuppern Nase an Nase und...
Zurück blieb ein kopfschüttelnder Besitzer. Ich liebe Hunde - aber so richtig verstehen? Nee!
-----
19.07.
Ein Kornfeld und ein darin laufender Hund sind einfach
faszinierend! Man sieht den Hund nicht und weis trotzdem immer wo
er ist, weil sich die Halme längs seiner Spur bewegen.
Mensch hat Spaß, Hund hat Spaß!
-----
18.07.
Der kleine Gauner hat ein Gespür dafür, wann er sich
gefahrlos in der Küche bedienen kann und wann wir mehr oder
weniger raffinierte Fallen aufgebaut haben.
Fast schon zirkusreif ist sein Geschick mit der Zunge; er angelt sich den Köder Leberwurst so geschickt, dass die Falle nicht zuschlägt.
So langsam verstehe ich Leute, die vom Verbrechen fasziniert sind!
-----
17.07.
In aller Herrgottsfrühe ist man alleine in den Feldern und
Kalle durfte frei laufen. Wobei: Laufen? Wenn ich je den Begriff
"wie vom Katapult abgeschossen" kapiert habe dann
heute.
Diese Beschleunigung würde so manchem Sportwagenfahrer die Tränen in die Augen treiben!
-----
16.07.
Endlich wieder ein warmer Tag im Garten! Es geht doch nichts
über Ballspielen (erlaubt) und tiefe Löcher buddeln
(verboten). Immerhin war das Verhältnis von verboten zu
erlaubt halbe/halbe - es könnte also schlimmer sein!
Junghund bleibt eben Junghund...
-----
15.07.
Kalle hat zuviel Gras gefressen und sorgt dafür, dass wir
das wischen nicht verlernen.
-----
14.07.
Die Chefin hat viele Termine und der Chef wurstelt den
ganzen Tag im Garten rum - da muss ich aus Langeweile doch
geradezu Blödsinn machen!
Wo Kalle recht hat... Es gibt halt so Tage, wo für die Hunde nicht sooo viel Zeit bleibt wie es sollte.
-----
12.+13.07.
Gestern war wieder so ein langweiliger Schlechtwettertag -
dafür durfte ich heute mit meinem Kumpel Brutus durch die
Felder rennen. An der Strasse haben wir unsere Frauchen
natürlich an die Leine genommen; die sind ja manchmal so
unberechenbar! ;o))
(Handyfoto - naja...)

-----
11.07.
Uns plagt das schlechte Gewissen: Durch die Vorbereitungen
für eine grosse Veranstaltung heute abend konnten wir uns
nicht wie gewohnt um die Hunde kümmern. Blödes
Gefühl!
-----
10.07.
Das Wetter ist und bleibt Mist und deshalb sind wir viel in der
Wohnung. Folge: Kalle weis nicht wohin mit seiner Energie und
macht aus Langeweile viel Blödsinn.
Hoffentlich wird es bald wieder schöner, damit wir in den
Garten können!
-----
08.+09.07.
Dank des hervorragenden Sommers sind wir leider mehr in der
Wohnung als im Freien; es ist nicht nur nass sondern auch
kalt.
Da freut man sich doch auf 'ne Scheibe Brot, die man im kuscheligen Körbchen vor sich hin mampfen kann!

-----
07.07.
Kalle hatte heute seine Lederjacke an und die Zigarrette im
Mundwinkel - sprich er gefiel sich mit
Halbstarkenallüren.
Gut dass wir Ganzstarke sind; die Jacke hängt wieder im
Schrank und die Zigarrette ist aus!
-----
06.07.
Heute war ich nur mit meinem Kumpel Brutus unterwegs. Das hat
richtig Spass gemacht - auch wenn Brutus beim rempeln die
besseren Karten hatte... ;o))
Mein Chef hat noch mehr Bilder gemacht: Klickediklack!

-----
05.07.
Wenn schon im Schatten liegen dann auch gleich unter dem Stuhl
der Chefin. Vorteil: Ausser dem Sonnenschutz gibt es auch schon
mal eine Streicheleinheit. So lässt sich der Sommer
aushalten!

-----
04.07.
Lunes mit seinen fast 13 Jahren ist bei dem schwülen Klima
sowieso schlapp. Aber selbst Kalle zeigt langsam, dass ihm die
Luft etwas ausmacht; er liegt schon mal länger im Schatten
rum. Für uns sind das sehr erholsame Zeiten!
-----
03.07.
Erstaunlicherweise haben Kalle die heftigen Gewitter heute nicht
viel ausgemacht. Ein paar mal hat es ja nun so richtig
gescheppert - aber nix! Der Kurze blieb ruhig; Rumsbumstest
bestanden! ;o))
-----
01.+02.07
Glückliche Hunde im Schatten! So lässt es sich
aushalten: Fast den ganzen Tag im Garten und immer
Unterhaltung.

-----
30.06
Diese Schwüle... Die Hunde sind genau so schlapp wie ihre
Futterspender. Komischerweise reicht es bei Kalle aber immer
noch, seine Tiefbauarbeiten in unserem Garten fort zu setzen.
-----
29.06
Gemeinsamer Spaziergang mit der Trainerin und einer Gruppe von
Hunden. Egal was man Kalle sonst nachsagen kann: Den sozialen
Umgang mit anderen Hunden beherrscht er vorbildlich; da gibt es
nichts zu meckern. Ob mit kleiner Mischlingshündin oder
haushoher Dogge: Er kommt mit allen klar!
-----
28.06
Kalle ist sehr aktiv, möchte immer beschäftigt werden,
braucht noch einiges an Ausbildung und man sollte ihn nicht zu
lange unbeaufsichtigt lassen. Kalle aus Lönneberga...
Trotz allem lieben wir den kleinen Kerl genau wie unseren Lunes. Der lässt Kalle zwar ab und an strammstehen; wenn er ihn aber mal längere Zeit nicht sieht geht gleich die Suche los und Kalles Ohren sind danach wieder sauber wie geleckt.
Wir haben Kalle (und er uns) jetzt seit fast 5 Monaten und können uns ein Leben ohne ihn jedenfalls nicht mehr vorstellen.
-----
27.06
Noch ein Tag, an dem man dem Chef bei Erdarbeiten mal so richtig
helfen konnte. Und was hat der sich gefreut...
-----
26.06
So sieht ein zufriedener Hund aus: Den ganzen Tag im Garten und
immer ein paar Stöckchen zum dran rumknabbern. Kalle ist
nach so einem Tag jedenfalls um vieles ausgeglichener als nach
einem Tag in der Wohnung!

-----
25.06
Das Abenteuer geht weiter: Noch eine nach vielen Jahren
freigelegte Ecke im Garten. Das sind Gerüche!
Und zack wird Kalle wieder zu Indiana Jones.
-----
24.06
Es geht doch nichts über einen Sonnentag im Garten! Lunes
döst vor sich hin und Kalle läuft Streife: Irgendwo
muss doch das Abenteuer auf mich warten?!
Zur Not tut es auch ein neuentdeckter alter Ast, den man zerkauen und dann schön säuberlich stückweise auf der Wiese verteilen kann. Wofür haben die Futterautomaten denn 'ne Harke??
-----
23.06
Kalle hatte heute vormittag mal wieder seine Hörner
ausgefahren. Fazit: Ernsten Stress erst mit mir, dann mit Lunes
und zum krönenden Abschluss auch noch mit der Chefin.
Scheinbar hat er spätestens da gemerkt, dass er so nicht weiterkommt. Heute nachmittag hatten wir jedenfalls den denkbar liebsten Hund.
-----
22.06
Den hat mir die Chefin geschenkt - der Teddy-Pantoffel ist
jetzt meiner! Mit dem darf ich schmusen und spielen und ihn durch
die Gegend pfeffern und dran rumknabbern. Das tollste ist aber
der hohle Bauch; da sind oft Leckerli drin und ich brauche immer
richtig lange um sie rauszuangeln.
Was soll das wohl heissen: "Spiel und
Überraschung hat er jetzt - fehlt nur noch die
Schokolade..." Der Chef sagt manchmal komische
Sachen!
Edit am Abend: Jetzt können wir endlich etwas mit dem Begriff totgeliebt anfangen; es war eine kurze aber heftige Zuneigung. Der Teddyschlappen ist Geschichte!

-----
21.06
Kalle in seinem Reich - denn der Garten gehört ihm!
Das glaubt er zumindest solange, bis Lunes andeutungsweise seine
älteren Rechte vorbringt oder seine zwei biologischen
Kraulautomaten das eine oder andere dazu meinen.
Aber egal - das kann doch King Lui nicht erschüttern...
;o))

-----
19.06
Wieder ein Tag für Indiana Kalle Jones: Wir
sägen, schrauben und räumen im Garten und zaubern dem
Junghund damit einen Abenteuerspielplatz erster Güte.
Holzreste zum zerkauen, neue dunkle Ecken zum erkunden und das
allerbeste: Immer und grundsätzlich im Weg stehen.
Da lacht das Hundeherz!
-----
19.06
Kalle ist ein begeisterter Ballspieler. Sein Problem: Der Ball
ist so gross, dass er ihn kaum in die Schnauze nehmen kann.
Aber auch wenn er ihn manchmal nur mit den Eckzähnen festhalten kann bringt er ihn immer und immer wieder.
Hey Bundestrainer: Solchen Körpereinsatz verlangst du doch immer - hier steht dein Tierheim-Ronaldo!!!

-----
18.06
Kalle erkennt jede Blösse, die man sich gibt. Man muss
konsequent handeln - auch bei ganz banalen Dingen.
So langsam verstehe ich die Nöte meiner Eltern während meiner Pubertät...
-----
17.06
Sieht friedlich aus, woll? Aber: Kurz vorher hatten sich die
beiden wegen eines winzigen Stückchens Kauknochen richtig in
der Wolle. Nach mitleidlosem Entzug des Streitobjektes
unsererseits legten sich beide wieder nebeneinander für ein
Rätzerchen auf die Matte. Hunde!
Sofort nach Entsehung dieses Bildes war Kalle wieder mal auf der Jagd und - Halali! - stöberte eine Biene auf, die ihm aber unmissverständlich zu verstehen gab, dass sie Störungen so überhaupt nicht mag - dafür aber Hundenasen! Mit kaltem Wasser getränkte Tücher linderten als erste Hilfe den Schmerz.
Langeweile im Garten? Was ist das?? ;o))

-----
16.06.
Kalle gibt nicht auf und testet ständig seine Grenzen aus.
Ein schmaler Grat für uns: Einerseits wollen wir den Hund
nicht einschüchtern, andererseits braucht er schon eine
starke Führung.
Alleine schon deshalb war die Entscheidung für eine Hundetrainerin richtig: Tipps für solche Fälle sind Gold wert!
-----
15.06.
Unterricht im Wald mit Komm-Übungen. Kalle ist
voreingenommen: Auf Frauenstimmen hört er sofort - seinen
Chef ignoriert er geflissentlich. Anscheinend bevorzugt er hohe
Stimmlagen; nur deswegen lasse ich mich aber nicht auf
Regensburger Sängerknabe umschulen! ;o))
Erkenntnis Nummer zwei: Wird der Abstand zwischen uns grösser als ungefähr 10 Meter ist alles aus; ob dann jemand ruft oder nicht ist ihm egal.
In vielen Dingen haben wir schon grosse Fortschritte gemacht - am "Komm!" müssen wir aber noch arbeiten.
-----
14.06.
Business as usual!
-----
13.06.
Einfach nur idyllisch! Sonne, Garten, Menschen, unsere Hunde und
kein bisschen Gebrumme oder Streit oder andere Niggeligkeiten
zwischen den beiden.
Entweder werde ich gleich aus meinem Traum wach oder es war
wirklich ein herrlicher Tag!
-----
12.06.
Es ist schon skurril: Zwei Hunde, die zusammen laufen und buddeln
und schon eher über- als nebeneinander schlafen knurren sich
an wegen eines winzigen Stückchens Kauknochen.
Unglaublich!
Oder eigentlich auch nicht, wenn ich so an menschliches
Zusammenleben und die nichtigen Gründe für einen Streit
denke. Natürlich nicht bei uns - nur bei
anderen!! ;o))
Ich habe es geschafft, dass Kalle den Staubsauger nicht als feindlichen Eindringling in sein Reich betrachtet. An sich erfreulich - wenn ich nur wüsste, wie ich das geschafft habe...
-----
11.06.
Es geht doch nichts über einen Erdbeerjoghurt nach dem
Frühstück - gut dass unsere Zungen so lang
sind!

-----
10.06
Und wieder ein Unterrichtstag. Kalles Fortschritte sind
erfreulich; er ist wirklich sehr lernfähig.
Heute standen übrigens Suchübungen auf dem Stundenplan und da es um Leckerchen ging hat auch Lunes gerne mal 'ne Unterrichtseineinheit mitgemacht. Sie waren ja sooo fleissig!!
-----
09.06
Bitte keine falschen Gedanken: Kalle sitzt nicht etwa im Knast,
sondern oben auf der Treppe und schaut durchs Geländer. Das
ist sein Lieblingsplatz; dort hat er alles im Blick, seine Ruhe
und neben sich die Schuhe der Chefin als Spielzeuge.
Sollte er die allerdings umgestalten ist der Gedanke an den Knast vielleicht doch nicht so abwegig...

-----
08.06.
Heute durfte die Chefin mit Kalle an der Schleppleine üben.
Die beiden haben sich unter den gar gestrengen Augen »»der
Trainerin wirklich gut gemacht. Ob's Bilder gibt? Na
klar!
-----
07.06.
Kalle an der Schleppleine - oder ich? Kommt wohl nur auf die
Perspektive an... ;o))
Jedenfalls haben wir eine gute Stunde geübt.
Man selber rastet nach einigen Fehlschlägen entweder aus oder wird viel gelassener. Bis vor einiger Zeit gehörte ich noch zur ersten Gruppe; das hat sich aber spätestens gestern geändert. Auf jeden Fall hat also mindestens einer von uns was gelernt!
-----
06.06.
Wir haben heute den Vertrag mit der Trainerin auf die doppelte
Stundenzahl erweitert. Kalle kapiert schnell - wir aber scheinbar
nicht.
Auch nach vielen Jahren mit Hunden muss man immer noch dazulernen!
-----
05.06.
Wieder ein Tag an dem ganz klar wurde: Larifari gibt es bei
Kalle nicht!
Entweder dreht er auf und ist kaum zu bändigen oder er liegt in seinem Körbchen und lässt sich durch nichts - aber auch gar nichts! - irgendwie stören. Hopp oder topp - der Junghund nach Bilderbuch!
-----
04.06.
Wir trauten unseren Augen nicht: Kalle fläzte sich
quietschvergnügt im Körbchen von Lunes - bisher eine
Ungeheuerlichkeit. Und wie reagiert Lunes? Er schaut sich das an
und legt sich auf die Decke von Kalle.
Die beiden haben eindeutig einen Weg gefunden, gut miteinander klarzukommen!
-----
03.06.
Wir waren getrennt mit den Hunden unterwegs und mussten
feststellen, dass die Stimmung zwischen den beiden danach etwas
gereizter war.
Beide haben was gesehen und auch erlebt - aber eben nicht
zusammen. Neid oder kleine Trennungsängste?
-----
02.06.
Heute hatte Kalle wieder Unterricht. Falsch: Eigentlich hatten
wir Unterricht, denn wir müssen ja lernen, wie man
Kalle etwas beibringen kann.
Eins war wieder mal klar zu erkennen: Kalle hat eine schnelle Auffassung und ist ganz schön clever. Hoffentlich nicht zu clever für uns!
-----
01.06.
Es liegt wohl an seinem dichten Fell/Unterfell: Kalle kann Hitze
nicht gut ab. Nach dem Herumtollen auf der (schattenlosen)
Hundewiese war er platt - aber sowas von! Wie sein Vorgänger
Rocky ist er eher ein Schattenhund und damit das genaue Gegenteil
von Lunes; dem kann
es gar nicht heiss genug sein!
-----
31.05.
Passend zum Feiertag sind unsere Hunde sowas von lieb - mehr gibt
es einfach nicht zu berichten!
-----
30.05.
Ich muss gestehen: An so manchen Tagen schafft mich Kalle! Er ist
halt ein Junghund und will beschäftigt werden - am liebsten
rund um die Uhr.
Apropos (innere) Uhr: Ab 5 Uhr morgens ist Kalle wach und
wartet auf den Morgenspaziergang.
Ich habe noch nie so oft die Frühnebel über dem Teich
in unserem Volksgarten miterleben dürfen. Hat was!
-----
29.05. - Für Ehren-Anne; schliesslich ist Freitag!
Der Lunes schläft, der Kalle wacht
der Chef hat schnell ein Bild gemacht.
Weil es das ist, was er gern will:
Zwei Hunde, Garten - ein Idyll!

-----
28.05.
Heute war getrenntes spazieren angesagt: Kalle mit Frauchen und
Lunes mit dem Chef. Sowohl den Hunden als auch ihren Führern
hat das sichtlich Spass gemacht!
-----
27.05.
Die Vorgeschichte zu diesem Bild: Ein langer Spaziergang zur
Hundewiese, ein wildes Getobe mit Kumpels auf der Hundewiese, ein
langer Spaziergang zurück nach Hause. Und siehe da: Selbst
der sonst hyperaktive Kalle war so kaputt, dass er im liegen
gefuttert hat!
Aber keine Angst: Ein kurzes Schläfchen später mutierte er wieder zum Wirbelwind!

-----
26.05.
Es war mal wieder
»»Unterricht angesagt und trotz der kurzen Zeit
kam doch so einiges rüber. Es ist wie beim Lernen am
Musikinstrument: Man kann sich vieles anlesen und auch alleine
üben; was aber so richtig weiterbringt sind die kleinen
Tipps und Kniffe zur Umsetzung.
Langsam aber stetig kapieren wir Kalle immer besser und das ist
ein gutes Gefühl!
-----
25.05.
Heute waren die beiden auf der Wittener
Hundewiese; Lunes als Ortskundiger hat dem Neuling Kalle
alles gezeigt.
Sie sind gerannt, sie waren im Wasser, sie haben viele andere
Hunde kennengelernt und mit ihnen getobt und...
Folge: Zwei Hunde, die kaum noch laufen können und so was von kaputt sind. Aber glücklich kaputt!
-----
24.05.
Bei Kalle wirkt langsam die gewollte Reizüberflutung: Er
wird beim spazierengehen an der Leine nicht mehr bei
jedem Kaninchen und jeder Drossel wild. Ich bin mit
den Hunden in den letzten Wochen bewusst oft in den Park
gegangen, um genau das zu erreichen. Es scheint zu klappen!
-----
23.05.
Die beiden verstehen sich im Moment so gut - das ist schon fast
unheimlich! An sich sollte das ja ein Grund zur schieren Freude
sein, aber irgendwie trauen wir dem Braten nicht. Auha - wir
mutieren scheinbar zu neurotischen Hundebesitzern...
-----
22.05.
Schon klar - dieses Motiv ist nicht neu! Es ist aber immer
wieder verblüffend, dass diese Hunde sich oft richtig zoffen
und ein paar Minuten später zusammengekuschelt ratzen. Eine
stürmische Beziehung!

-----
21.05.
Ein ruhiger Tag! Selbst als Besuch kam ging es manierlich ab -
Balsam für die Seele. Hoffen wir mal, dass es langsam der
Normalzustand wird!
-----
20.05.
Diesen süssen Bären habe ich nach meinem gestrigen
Selbst-k.o. von meiner Frau bekommen. Lieb, ne?
Kalle fand ihn übrigens auch ganz toll - ich konnte den Teddy gerade noch davor retten, von ihm totgeliebt zu werden... ;o))

-----
19.05.
Wie geht man spektakulär k.o.? Man hält einen
pöbelnden Hund mit aller Kraft zurück; dann fehlt nur
noch ein sich (warum auch immer) öffnender Karabinerhaken.
Die mit aller Kraft ziehende Faust bekommt eine gewisse
Eigendynamik und federt in die entgegengesetzte Richtung, in der
sich dann das Gesicht befindet.
Ergebnis: Wunderschöne Sterne vor den Augen und eine blutige Nase. Dafür brauchen andere 'ne Wirtshausschlägerei!
-----
18.05.
Hätte ich gestern mal lieber nichts geschrieben...
Heute wurde ein Donnerwetter zwischen den beiden zum Orkan. Lunes
betrachtet immer noch alle Gäste im Garten als sein Eigentum
- wehe Kalle nähert sich! Sah echt schlimm aus und es flogen
auch ein paar Haare. So richtig vergessen ist der Streit auch
noch nicht; immerhin können sie sich aber in engen
Räumen ohne zweite Runde begegnen und liegen auch wieder
relativ nahe zusammen.
Nie zuvor habe ich mir so gewünscht, mich in die Gedankenwelt der Hunde versetzen zu können!
-----
17.05.
Mittlerweile haben Kalle und Lunes ihren Weg gefunden, um gut
miteinander auszukommen. Kalle lässt Lunes wo es geht den
Vortritt und übertreibt seine Schubsereien nicht. Und wenn
doch mal gibt es zwar ein lautes Donnerwetter - das ist aber auch
wieder ruckzuck vergessen und die beiden laufen/liegen/schlafen
friedlich nebeneinander. Sind wir froh!
-----
16.05.
Eigentlich haben wir Kalle bis jetzt für einen Hund
gehalten.
Aber kuck: Ist scheinbar doch ein Erdferkel!


-----
15.05.
Egal was ich heute versuche: Alles ist irgendwie falsch! Da mich
Kalle beim Aufräumen mit seinen Versuchen mir zu helfen
nicht gerade weiterbringt lasse ich ihn in den Garten. 2 Minuten
später haben wir einen neues Schwimmbecken mitten auf der
Wiese. Ich schicke Kalle rein. Ein paar Minuten später sind
sämtliche Hundedecken neu in der Wohnung verteilt. Ich
schicke Kalle raus. Der von mir frisch aufgefüllte Neu-Pool
ist schon wieder ausgebaggert. Ich schicke Kalle rein. Kurz
danach ist...
Ich behaupte weiterhin: Könnte man die überschüssige Energie dieses Hundes abzapfen wären unserere Rohstoffprobleme in der Zukunft teilweise gelöst.
-----
14.05.
Ich räume den Keller auf und verschaffe Kalle damit einen
wunderbaren Abenteuerspielplatz: Altes Papier zum zerrupfen und
Holzstücke zum zerkauen und Luftpolsterfolie, die beim
draufbeissen so schön knallt und...
Wenn es nach ihm ginge könnte ich mir mit dem Aufräumen sicher gerne Zeit lassen. Indiana Kalle Jones...
-----
13.05.
Kalle hat unzweifelhaft ausgeprägte Jagdinstinkte - das habe
ich heute am eigenen Leibe gespürt. Häh??
Ich spiele nichtsahnend auf der Gitarre und wippe natürlich den Takt mit dem Fuss mit - für Kalle wohl ein eindeutiges Beuteschema! Schliesslich bewegt sich da was und muss geschnappt werden. Ihr könnt mir glauben: Beim direkten Vergleich Hundezähne zu Menschenzehen schneiden die Zehen sehr schlecht ab...
Ich habe natürlich reichlich gemeckert; es tat ja auch weh. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich doch ein wenig geschmunzelt habe, weil ich mir Kalle auf einem Festival vorgestellt habe. Ich und meine Fantasie! ;o))
-----
12.05.
Das sind die selben Hunde, die sich vor einiger Zeit gefetzt
haben wie die Besenbinder.
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!


-----
11.05.
Das Bild zeigt nicht etwa ein Schlittengespann auf dem Weg zum
Nordpol, sondern Kalle und Lunes beim Spaziergang.
Irgendjemand muss Herrchen ja mal den Volksgarten zeigen; wenn
der an der Leine nur nicht so langsam wäre... ;o))

-----
10.05.
Vor kurzem hat Lunes unsere Nachbarin vor der ungestümen
Begrüssung von Kalle beschützt und dabei kam es zu der
ersten heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Seitdem
sind die drei nicht mehr zusammengekommen; eine unschöne
Situation.
Heute habe ich es versucht: Lunes durfte als erster zur Nachbarin
und erst nachdem er sich ausgiebig gefreut hatte wurde Kalle von
der Leine genommen und durfte auch, die richtige Reihenfolge
wurde also eingehalten. Siehe da: Keine Probleme; hinterher lagen
die beiden nebeneinander vor den Füssen der Nachbarin.
Ganz ehrlich: Dieser Versuch hat mich echt Nerven gekostet und es war auch nicht leicht für mich, die nötige Ruhe aufzubringen. Aber es hat sich gelohnt!
-----
09.05.
Wenn man bewusst auf die Signale seiner Hunde achtet erschliesst
sich eine neue Welt. Klingt ein wenig theatralisch - schon klar!
Aber es ist wirklich verblüffend, wie klar man manche
Reaktionen der Vierbeiner voraussagen kann und wie das, was man
früher für eine Drohhaltung hielt, nun ganz klar als
"Ich bin friedlich - du auch?" zu erkennen ist.
Den Film über die Signale werde ich mir sicher noch öfter ansehen!
-----
08.05.
Als wir uns heute einen Film über die Signale der Hunde
angeschauten haben wurde uns bewusst: In der Vergangenheit haben
wir erschreckend wenig richtig gedeutet von dem, was unsere Hunde
uns mitteilen wollten.
Da hielt man sich immer für verantwortungsvolle Hundebesitzer und hat doch in vielen Dingen so was von versagt!
Kalle oder besser Joe Cool hat uns dann später wieder aufgeheitert; nett von ihm!

-----
07.05.
Ab heute fängt für unsere Vierbeiner der Ernst des
Lebens an, denn
»»die Hundetrainerin war zum ersten mal da. Und
so wie unsereins früher am Schulsprechtag (ausnahmsweise)
ein Mustersohn war zeigten sich die Hunde beim Besuch auch von
ihrer besten Seite. Wir sind ja sooo lieb...
Sind sie ja auch! Wir freuen uns aber über jeden Tipp, wie wir das Zusammenleben mit den beiden noch erfreulicher gestalten können.
Nach dem ganzen Lernstress war für Kalle wieder mal sein Lieblingsspiel angesagt: Fang den Schwanz. Es ist erstaunlich, wie lange er sich mit der Jagd auf sein Hinterteil beschäftigen kann!

-----
06.05.
Wenn man mit beiden Hunden zusammen spazierengeht kann man oft
schmunzeln: Schulter an Schulter und die besten Freunde. Wenn es
um Begrüssungen geht kann man sich ab und an nur in
Sicherheit bringen: Zwei Löwen gehen aufeinander los.
Hätten wir beim Thema Haustiere vielleicht doch besser zu einem Aquarium tendieren sollen?? Zu spät... ;o))
-----
05.05.
Kalle hat ein geschecktes Fell und ist ansonsten schwarz.
Tatsächlich?
Im Sonnenlicht war schon immer ein brauner Schimmer auf seinem
Kopf zu bemerken; in den letzten Tagen kann man das auch ohne
direktes Sonnenlicht bemerken. Setzt sich der vermutete kleine
Münsterländer gegen den ebenfalls vermuteten Labrador
durch? Vielleicht gar partiell - vorne Münsti, hinten Labbi,
zusammen Kalli?? ;o))
Wir sind echt gespannt, wie Kalle ausgewachsen aussehen wird!
-----
04.05.
Lunes lässt sich von Kalle mittlerweile wieder so einiges
bieten: Anrempeln, vordrängeln und sogar schubsen; da sieht
er gutmütig drüber hinweg. Bei einer Sache aber ist
Schluss mit lustig: Wenn Lunes mit einem von uns schmust und
Kalle sich nähert hört man ein leises Brummen vom
Althund. Leise aber wirkungsvoll: Kalle bleibt in einem Meter
Entfernung stehn und wartet, bis er dran ist.
Wir glauben mittlerweile, dass Lunes auch erst mal mit seiner "Beförderung" klarkommen musste. Früher war Rocky der Boss und jetzt ist Lunes die Numero Uno in der vierbeinigen Fraktion. Eine ungewohnte Rolle, in die wir ihn da mit dem neuen Hund gedrängt und vielleicht auch unbedacht ein bisschen alleine gelassen haben.
Wenn die beiden aber auch in Zukunft so miteinander klarkommen sind wir froh!
-----
02./03.05.
Es wird mal wieder Zeit für einen Überblick, was unser
Kallemann denn so macht:
- Er ist hyperaktiv und lebt sein Junghunddasein voll aus. Nichts ist vor ihn sicher wobei positiv auffällt, dass er Sachen wie Socken nicht etwa zerbeisst, sondern nur triumphierend herumträgt und sie sich auch leicht wegnehmen lässt.
- Im Garten hat er ein paar (geduldete) Stellen zum buddeln, die wir bald als Grundwasserbecken beim Tiefbauamt anmelden müssen.
- Ich überlege immer noch den Bau eines riesigen Hamsterrades mit Dynamo, in dem er seine mehr als reichlich vorhandene Energie loswerden kann. Strom für alle!
- Apropos Energie: Sein Agility-Tunnel ist für ihn mittlerweile von einem harmlosen Sportgerat zu einem aufregenden Spielzeug geworden. Die Art Spielzeug, die es für Menschen nur ab 18 und in so gewissen Läden gibt. Pubertät halt... ;o))
- Weniger lustig ist sein ausgeprägter Jagdtrieb; im Moment ist an ein Spazierengehen ohne Leine nicht zu denken.
- Sehr positiv: Er erkennt die höhere Rangordnung von Lunes an und zeigt das auch deutlich, ohne dabei zu unterwürfig zu werden. Sieht sehr gesund aus!
- Wenn es seine Zeit als lebender Energieblitz zulässt ist er ein lieber Kerl, der gerne mal so richtig durchgeknuddelt wird.
- An der Leine läuft er mittlerweile halbwegs manierlich; das anlegen des Geschirrs allerdings ist eine Geduldsprobe - er hat es halt immer so eilig...
-----
01.05.
Ein relativ ruhiger Tag: Keine Streitigkeiten zwischen den Hunden
und Kalle hat nur geschätzte 80% seiner
Leistungsfähigkeit zum besten gegeben. Reicht aber immer
noch... ;o))
-----
30.04.
Es ist wirklich erstaunlich ruhig; bis auf ein kurzes angeblaffe
ist seit Tagen Frieden. Was uns bis jetzt erspart blieb war die
Situation, dass Kalle um einem Besucher herumhüpft. Wie
Lunes da reagiert? Echt keine Ahnung!
Kalle ist auf jeden Fall ein sehr eigenständiger Hund,
den man mit ignorieren oder einfach weitergehen nicht schocken
kann. Es wird schwierig werden, seine Aufmerksamkeit gerade in
heiklen Situationen zu bekommen.
Ich muss zugeben: Uns fehlen bis jetzt die Ideen!
-----
29.04.
Ins Haus ist Ruhe eingekehrt
und das ist auch sehr wichtig!
Denn das Getöse war verkehrt...
Für wen? Die Nerven - richtig!
-----
28.04.
So sieht ein Kalle aus, der (toi toi toi!) Frieden mit Lunes
geschlossen hat und einen gemeinsamen grossen Morgenspaziergang
samt folgendem opulenten Frühstück hinter sich hat.
Tagwerk geschafft... ;o))

-----
27.04. Und eins für Conny - wuffwuff! ;o))
Manchmal ist es fast zu schön
die beiden friedlich/froh zu sehn
weil man als alter Pessimist
immer noch am grübeln ist
ob die Ruhe wirklich bleibt
oder ob sich Kalle reibt
an dem Althund wieder mal.
Halbstarksein ist schon 'ne Qual!
-----
26.04. Speziell für Anne!
Ist der Frieden trügerisch?
Sind sie doch noch kriegerisch?
Oder andersrum gefragt:
Ist jetzt Freundschaft angesagt?
Im Moment macht's Kalle richtig
und zeigt Lunes (das ist wichtig!)
seine Unterwürfigkeit.
Was ein Glück! Das wurd auch Zeit...
Ob's so bleibt? Wir werden sehn.
Ohne Zweifel: Es wär schön!
-----
25.04.
Es ist ja nicht so, dass wir die Hunde trennen müssten -
sie kommen auf einem bestimmten Level gut miteinander aus.
Voraussetzung: Kalle springt nicht an jemandem hoch oder macht zu
lauten Zauber. Der Kurze hat mittlerweile aber auch gelernt, sich
dem Althund nicht in den Weg zu stellen und ihm an engen Stellen
den Vortritt zu lassen. Mit diesem Status Quo funktioniert
es.
Auf die Dauer ist diese gespannte Athmosphäre natürlich kein Zustand; wir hoffen auf einen baldigen Termin beim Hundepsychologen. Ohne Hilfe kriegen wir trotz guten Willens nicht die Kurve.

-----
23./24.04.
Im Moment ist Logistik angesagt: Wie kommt man mit den Hunden
ins/aus dem Haus, ohne an Engstellen zu geraten?
Die beiden leben relativ normal nebeneinander; ein Problem ist der Moment, wenn Kalle überschwänglich um uns rum springen will. Glücklicherweise haben wir solche Momente in den letzten Tagen vermeiden können; auf die Dauer ist das aber kein Zustand.
-----
22.04.
Wenn das Thema nicht so ernst wäre könnte man oft
schmunzeln: Die Hunde bemühen sich nach Kräften sich
aus dem Weg zu gehen und dabei das Gesicht zu wahren. Bis jetzt
hat es heute geklappt.
Immerhin ist klar zu erkennen, dass beide grundsätzlich keine Raufer sind. Wenn doch bloss diese momentan übersteigerte Konkurrenz nicht wäre!
-----
21.04.
So kann es einfach nicht weitergehen; wir werden wohl
professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Auch wenn
wir es geschafft haben, das Miteinander erträglich
hinzubekommen - verlassen kann man sich auf den Burgfrieden
nicht.
-----
20.04.
Siehe gestern und noch 'ne Schüppe extra! Es
tröstet zwar im Moment nicht, aber mittlerweile haben wir
von vielen anderen Hundebesitzern gehört, dass sie haargenau
die gleiche Zeit durchmachen mussten. Übrigens egal ob bei
Rüde oder Hündin!
Uns ist mittlerweile klar: Nicht die jetzige Situation ist ungewöhnlich - wir waren schlicht und einfach verwöhnt von unserem absoluten Traumpaar Rocky und Lunes!
-----
19.04.
Ein sehr unerfreuliches Wochenende! Kalle lebt sein
Halbstarkenwesen voll aus und Lunes lässt sich nichts mehr
bieten. Folge: Die Auseinandersetzungen der beiden nehmen an
Schärfe zu; sie fetzen sich wie die Besenbinder. Wobei den
beiden selber bis auf ein paar ausgerupfte Haare nichts passiert
- sie hinterlassen aber reichlich
Kollateralschäden.
Ein Halbstarker bedeutet bei zwei Rüden stressige Wochen für die Besitzer. Unsere fangen scheinbar gerade an.
-----
18.04.
Um den Eintragungen der letzten Tage ein wenig die Schärfe
zu nehmen und um mal wieder was positives zu sagen: Kalle
weiß genau, wann er Mist gebaut hat. Er ist dann so was von
kleinlaut.
Was ihn aber nicht davon abhält, nach kurzer Zeit wieder
knallhart zuzuschlagen. Um danach wieder kleinlaut zu sein. Was
ihn aber nicht davon abhält... ;o))
-----
17.04.
Schaust du nach draussen rappelt's innen
weil unser Kalle wie von Sinnen
durch das Haus saust und dabei
auch was umfällt. Pech - Entzwei!
Schausst du ins Haus von der Terrasse
und denkst: Mensch toll - das ist doch klasse.
Man hört gar nichts von uns'rem Kleinen!
Kannst du danach ein Beet beweinen
in dem stickum und unverdrossen
gebuddelt wurde - und gegossen.
(Wenn es dann auch noch etwas stinkt
hat Kalle es gleich mitgedüngt!)
Die Moral von dem Gedicht?
Sorry - denn die gibt es nicht!
-----
16.04.
Um auf meine Eintragung von gestern zurückzukommen: Auch
heute mussten wir oft tief durchatmen u.s.w.
Keine Ahnung woran es liegt - Wetter, Spitze der Pubertät,
erste Frühlingsgefühle? Jedenfalls ist die
Beaufsichtigung von Kalle ein Fulltime-Job; wenn man seinen
Garten und das Haus mag bleibt einem nichts anderes übrig.
Hyperaktiv heisst das wohl.
-----
15.04.
Welcher Hundebesitzer kennt das nicht: Man liebt seinen
Hund/seine Hunde abgöttisch und trotzdem gibt es Tage, an
denen man sich fragt, warum man sich das antut. Wenn ein Junghund
zum Beispiel überhaupt keine Ruhe gibt und man sich nicht
einmal umdrehen kann, ohne dass etwas umfällt oder
verschwindet oder zerkaut ist oder...
Das war natürlich nur als Beispiel gedacht; nicht etwa das unser Kalle sooo was machen würde. Niemals! Und nicht etwa, dass uns Gedanken kommen würden an nächtliche Aktionen mit dem Ziel, den Hund unerkannt wieder über die Tierheimmauer zu werfen. Niemals! ;o))
Wer vehement bestreitet solche Gedanken ab und an zu haben
lügt meiner Meinung nach! Es gibt Tage...
Wichtig ist nur, dass man nach so einem Gedanken tief durchatmet,
über die eigene Fantasie lächelt, den Hund sanft
streichelt und sich selber fragt: Was haben deine Eltern
während deiner Pubertät wohl über dich gedacht?
Eben!
-----
14.04.
Was soll man zu diesem Bild noch sagen?

-----
13.04.
Am Ostermontag konnte man bei wunderschönem Wetter Hunde
bei der Arbeitsteilung beobachten: Der Althund buddelte die
Löcher und der Junghund gab die taktischen Anweisungen dazu;
wie Jugendliche halt so sind wusste er natürlich alles
besser. Ergebnis: Nach einiger Zeit kräftig auf die
Mütze vom genervten Malocher. Verdient!

-----
12.04.
Kalle fährt gerne im Auto mit - das ist wahrlich nicht zu
übersehen. Wenn er mit Lunes hinten im Van sitzt und die
anderen Autos durch die Heckscheibe betrachtet ist das Abenteuer
pur für ihn.
Was sind wir froh; wenn man manchmal die Geschichten über ko**ende oder randalierende Hunde während der Fahrt hört und dann an die eigenen denkt tut das sowas von gut!
-----
11.04.
Kalle ist eindeutig gewachsen; selbst sein Halsband mussten wir
heute gegen ein grösseres tauschen.
Ich hätte nie gedacht dass ich diesen Satz mal sagen
würde, aber "hoffentlich wächst er nicht
mehr!"
Bis jetzt konnten mir Hunde gar nicht gross genug sein; wenn ich
mir aber vorstelle, diese gebündelte Energie in Hundegestalt
wäre noch 20 Kilo schwerer... Auha!
-----
10.04.
Es ist wie bei den eigenen Familienfotos: Nicht jedes
schmeichelt dem Dargestellten.
Die rausgestreckte Zunge von Lunes und die - sagen wir mal -
eigenwillige Art zu sitzen von Kalle bringen die beiden
garantiert nicht auf das Titelblatt eines Hundekalenders...
Jedenfalls haben die beiden sichtlich ihren Spass daran, bei schönstem Sonnenschein den Karfreitag im Garten zu verbringen.
Kaffe und Gebäck gefällig??

-----
09.04.
Kalle ist normalerweise krawetzig und kaum zu bändigen und
treibt uns oft an den Rand des Wahnsinns. Und man wünscht
sich Ruhe - wenigstens ab und zu.
Dann passiert heute genau das, was man seit langem ersehnt: Der Hund ist ruhig, der Hund schläft viel - man bemerkt ihn kaum. Und was beschäftigt die Besitzer dieses kleinen Prinzen? Ist der Kleine krank, hat er wohl Schmerzen, müssen wir zum Arzt?
Hundebesitzer sind manchmal schon etwas eigenartig... ;o))
-----
08.04.
Kalle wird geschlechtsreif und damit ein direkter Konkurrent von
Lunes - das ist wirklich nicht zu überhören! Die
Langmut des Althundes schwindet merklich und Kalle bekommt
für Sachen, die Lunes vorher gnädig durchgehen
ließ mittlerweile reichlich Mecker: Lunes steht im Rudel
über Kalle und das soll auch so bleiben!
Bisher blieb es beim meckern und kurz danach war wieder schnubbeln angesagt. Solange sich alles in diesem Rahmen abspielt gibt es für uns keinen Grund den Schiedsrichter zu machen.
Und wieder mal: "Gut, dass wir diese Phase schon
kennen!"
Jemand der zum ersten mal zwei Rüden hält hätte
mit diesem Abschnitt im Zusammenleben der Hunde eventuell so
seine Schwierigkeiten. Manches sieht auch wirklich heftig aus -
ist es aber nicht! Man selber muss die Ruhe bewahren und an die
Hunde weitergeben.
-----
07.04.
Heute war nichts grau, sondern es gab nur weiß oder
schwarz: Entweder hat Kalle gezaubert und man konnte sich nicht
einen Moment wegdrehen ohne das er was anstellte.
Oder er hat sich fallenlassen und gepennt. Egal wo, egal mit
wieviel laufenden Beinen um ihn herum, mitten im Eingang - plumps
und ratz!
-----
06.04.
Da läuft man so nichtsahnend durch den Garten und
plötzlich schiebt Herrchen ein brummendes und grasfressendes
Ungetüm über die Wiese. Das habe ich aber erstmal so
was von verbellt!
Ich musste mit Kalle ganz nah an den Rasenmäher gehen; den hat er dann mit langem Hals ganz vorsichtig untersucht und erstmal als nicht sooo gefährlich eingestuft. Bis ich dann weitergemäht habe - so ein lautes Gebell kannte ich von dem Kurzen noch gar nicht!
Nach einiger Zeit hatte sich Kalle aber an das Teil gewöhnt und in unserem Garten wurde es merklich stiller.
Kommen wir nun mal wieder zur beliebten Rubrik "Nee - das
ist doch gestellt, oder?"
Ist es nicht! In genau dieser Haltung relaxt Kalle stundenlang in
seinem Körbchen!

-----
04.+05.04.
Ein ruhiges Wochenende mit positiven Gedanken: Trotz aller
Wildheit und seinem Pubertätsgehabe merkt man Kalle an, dass
er sich so langsam an unseren Tagesablauf gewöhnt hat.
Für einen so jungen Hund geht er sehr gelassen mit unseren
Marotten um.
-----
03.04.
Heute bin ich mit Kalle den selben Weg nach
Lütgendortmund-City gegangen wie vor 5 Wochen und siehe da:
Ein total abgeklärter Hund, den nichts mehr
erschüttert. Dachte ich!
Das galt nämlich wirklich nur für den schon bekannten Weg. Kaum waren wir in unserem "Park der Generationen" angekommen mit spielenden Kindern, haufenweise Fussgängern und (vor allen Dingen!) massenweise herumrollenden Bällen war es mit Kalles Gelassenheit vorbei. Ich muss zugeben: Im Stillen habe ich mir so vorgestellt, was ein frei herumlaufender Kalle da alles so angestellt hätte und dabei gegrinst. Oha!
Aber auch an der Leine kam Kalle auf seine Kosten. "Och ist der niedlich!" und schwupps - immer wieder Streicheleinheiten. Eigentlich müsste er unter dem Hals und auf dem Kopf schon kahle Stellen haben...
-----
02.04.
Der erste Test am Fahrrad - gar nicht mal so schlecht!
Ansonsten kontrolliert Kalle den ganzen Tag über jedes
bisschen Gartenarbeit und hilft auch fleissig dabei. Wobei wir
über einige seiner Hilfsangebote gar nicht sooo erfreut
sind; er kapiert einfach nicht, dass Pflanzen tatsächlich
besser in der Erde aufgehoben sind und Rankstäbe
eigentlich auch nicht dauernd wieder rausgezogen werden
müssen.
Er lernt halt noch - der Kleine... ;o))
-----
01.04.
Kalle ist ruhig und gehorsam, zieht nicht an der Leine und bewegt
sich durch die Wohnung und den Garten langsam und wie auf
Zehenspitzen.
April-April!!!
-----
31.03
Heute war der erste Frühlingstag in Kalles Leben! Wir
hätten es nicht für möglich gehalten - aber er hat
noch ne Schüppe draufgelegt. Kalle war auch bisher schon
sehr lebendig (die Untertreibung des Jahres!); heute in der Sonne
aber mutierte er zur sprichwörtlichen Wildsau. Was soll das
erst mal im Sommer geben? Unsere Fantasie schlägt
Purzelbäume...

-----
30.03.
Kalle konnte sich bisher seine Liegedecken und -plätze
überall aussuchen - nur die Körbchen von Lunes waren
tabu. Aus dem Gedanken heraus, dass auch Kalle ein Körbchen
ganz für sich braucht hat er nun sein eigenes und wir passen
auf, dass Lunes es nicht instandbesetzt.
Wie man sehen kann fühlt Kalle sich in seiner Burg pudel-
nee, mischlingswohl!
-----
29.03.
Kalle muss unendlich viel und oft pinkeln. Das ist in seinem
Alter zwar nichts aussergewöhnliches - wir werden es aber
trotzdem beobachten müssen.
-----
28.03.
Kalle kommt verstärkt in die Sturm- und Drangzeit: Er
versucht sowohl bei uns als auch bei Lunes seinen Rang innerhalb
des Rudels neu zu definieren. Betonung auf
"versucht".
Wir kennen das Spiel seit unserem ersten Hund und machen deshalb nicht den lass ihn mal - das wird schon noch! Fehler. Das würde nämlich garantiert nicht und man hätte in der Zukunft einen dominanten Hund, mit dem ein soziales Zusammenleben nur noch nervig wäre. Nein danke! Man kann seinen Hund lieben und ihm trotzdem konsequent seine Grenzen klarmachen.
Auch Lunes gewährt keinen Welpenbonus mehr; hat er es sich bis jetzt gefallen lassen, dass Kalle ihm manchmal wortwörtlich die Decke unter dem ... - also dem Hintern weggezogen hat gibt das jetzt ein zwar kurzes, aber gewaltiges Donnerwetter. Was die beiden nicht daran hindert, kurz danach zusammen auf einer Decke zu dösen. Versucht - verloren - vertragen - vereint! ;o))
-----
27.03.
Nach dem Spieltag gestern ist heute eindeutig wieder ein
Designtag: Alles, mit dem Kalle in Berührung kommt, sieht
danach irgendwie anders aus. Colani wäre stolz auf
ihn...
-----
26.03.
Lunes ist ein total gelassener Hund - und das ist auch gut so!
Er bringt Ruhe in das Leben mit Kalle, weil er eben nicht auch
noch aufdreht. Das liegt übrigens nicht an seinem Alter; er
war schon immer ein Hund, der unglaublich viele Stunden in seinen jeweiligen
"Körbchen" verpennte. Als geborener Spanier
weiß man seine Siesta eben zu schätzen!
Es ist aber nicht so, dass Kalle sich in dieser Zeit langweilt. Entweder spielt einer seiner Futterspender mit ihm oder er beschäftigt sich stundenlang mit seinem Lieblings-Gummispielzeug. Seine Verrenkungen dabei sind oft sehenswert; die auf dem Bild ist noch harmlos!

-----
25.03.
Unseren Rocky haben wir beim spazierengehen nur
Känguru genannt, weil er vor lauter Lebensfreude oft
auf den Hinterbeinen durch die Felder gehüpft ist. Lunes
wiederum lief in seiner Jugend wie eine Gazelle: Blitzschnell und
dabei elegant hakenschlagend; den hat kaum ein anderer Hund je
fangen können.
Bei Kalle trifft eigentlich nur das Wort Kanonenkugel zu. Oder um in der Tierwelt zu bleiben: Er ähnelt beim rennen einem angreifenden Nashorn, denn er wird rasend schnell und ist dabei völlig unbeeindruckt von Dingen, die eventuell im Weg stehen/liegen/hängen.
Känguru, Gazelle, Nashorn - wir steigern uns... ;o))
-----
24.03.
Heute hat Kalle das erste mal Jagdinstinkt gezeigt; saß da
doch tatsächlich ein Kaninchen im Wald!
Wir müssen uns überlegen, wie man den Kurzen in solchen
Situationen erfolgreich ablenken kann. Es ist uns ganz und gar
nicht egal, wenn Hunde hinter Tieren herhetzen - auch wenn andere
Leute das lapidar als "Jogging für den Hund und das
Kaninchen" abtun.
Das gejagte Tier sieht das garantiert ganz anders!
-----
23.03.
Kaum düst man im Tiefflug durch einen Wald, dekoriert
einen Garten um, kalbert mit seinem Kumpel und folgt den
biologischen Futterautomaten neugierig und unermüdlich
treppauf/treppab - schon ist man müde! Jaja - wenn man so in
die Monate kommt... ;o))
Manchmal tut uns dieser Anblick richtig gut: Ein friedlich schlafender Kalle! Isser nich niedlich???

-----
22.03.
Bei uns bepinkelt sich Kalle vor Freude nicht mehr - aber wenn er
jemand fremden begrüsst läuft er aus. Uns wäre es
andersherum lieber weil weniger peinlich - aber irgendwie hat der
Kurze da seinen eigenen Kopf!
Irgendwann mal können uns bestimmt auch fremde Leute ohne Gummistiefel besuchen - bis dahin heisst es weiter "Lappen bereit?".
-----
21.03
Auch heute ließ Kalle keine Ruhe, bis er mit seinem Tunnel
spielen durfte. Durchgelaufen ist er am wenigsten...
Das letzte Bild zeigt ein paar verträumte Frühlingsblumen, deren Blüten durch die Tunnelarbeiten eines gewissen Junghundes das Frühjahr wohl nicht mehr erleben werden.

-----
20.03.
Was ganz seltenes: Ein normaler Tag! Kalle ist weder besonders
krawetzig noch der Traumhund an sich; er stellt zwar ein bisschen
was an aber doch nicht so, dass man gleich an einen kompletten
Wechsel auf andere Haustiere denkt... ;o))
Besonders angetan hat es ihm sein Agility-Tunnel. Egal ob beim durchlaufen, damit rumkullern, drüberspringen, drauf reiten oder einfach nur triumphierend durch den Garten schleifen - das Dingen hat er in sein Herz geschlossen.
-----
19.03.
Der Tag gestern wurde doch nicht so schlimm wie erwartet, weil
wir Kalle schlicht müde gemacht haben: Mehrere
Spaziergänge inclusive Spieleinlagen mit anderen Hunden
bescherten uns einen total lieben weil total müden Hund.
Training als Theraphie - hat was!
Heute ist Kalle erstaunlich ruhig; ob er uns wohl nur in Sicherheit wiegen will, um nicht wieder so gescheucht zu werden??
Im Ernst: Wenn einer schon bei seinem dösenden Kumpel Wache hält - was soll der schon gross anstellen? (Heute abend wissen wir mehr...)
[Edit] Jetzt ist Abend und Kalle hat
a: es geschafft, die Gartenarbeit für uns nicht allzu
langweilig werden zu lassen ("Wo ist denn verflixt noch mal
schon wieder das/der/die...? Kalle -
aus!")
b: am Gartenzaun Streicheleinheiten ohne Ende bekommen ("Och
- ist der süss!") und
c: dank gespendeter Schweineöhrchen plus Turboverdauung
(oder besser Turbovergasung) zusammen mit seinem Kumpel
dafür gesorgt, dass die Luft in der Wohnung nicht nur
langweilig nach Frühling riecht.
Alles in allem ein schöner Tag!

-----
18.03.
Mittlerweile haben wir Kalle lange genug um zu erkennen, wann
"so ein Tag" beginnt: Ein Tag, an dem man ihm besser
nicht den Rücken zukehrt; Hundebesitzer werden das
verstehen.
Jede Wette: Heute ist so ein Tag; wenn Kalle dermassen
lässig-locker auf seinem Hintern sitzt ist das die Ruhe vor
dem Sturm und kurz danach ist der Teufel los.
Langweilig wird es heute garantiert nicht!

-----
17.03.
Kalles Vorgänger Rocky sprang gerne ins Wasser und schwamm
seine Runden, lag bei strömendem Regen geniesserisch auf der
Wiese und auch keine Pfütze war vor ihm sicher. Aber wehe er
sah, dass einer von uns den Gartenschlauch aufdrehte! Und
schwupps lag der Rocky irgendwo in voller Deckung bis die Gefahr,
auch nur einen Tropfen mitzubekommen, endgültig vorbei
war.
Was für ein Gegensatz: Als ich heute das Hundehaus ausgewischt und danach ausgespritzt habe hatte Kalle sichtlich Freude daran, durch den Wasserstrahl zu laufen und sich immer wieder pladdernass spritzen zu lassen. Da wir ihn vor kurzem auch (aus Rücksicht auf die Enten) davon abhalten mussten, quer durch den kleinen Teich in unserem Park zu schwimmen können wir mit Sicherheit sagen: Kalle ist alles mögliche - aber sicher nicht wasserscheu!
Er ist eben rundherum ein Spielmops - ob nass oder trocken!

-----
16.03.
Eigentlich sollte es ja gar nicht so schwer sein, die Grösse
eines Hundes zu messen: Der Hund steht still und mit einem
Zollstock ist das ruck-zuck erledigt. Jaaaha...
Und dann gibt es Kalle. Still stehen an sich ist schon ein Fremdwort für ihn und dann ist da ja noch der Zollstock. Erstens: Was ist das? Zweitens: Wofür ist das Dingen? Drittens: Aha - zum reinbeissen und spielen. Na denn woll' wa ma!
Und so vergeht die Zeit wie im Flug bei dem Versuch, einen vor Lebensfreude rumtollenden Hund dazu zu bringen, sich "mal anständig hinzustellen". Rückenlage ist doch so was von interessanter! ;o))
Um langsam zum Schluss zu kommen: Einen Beruhigungskaffee später (nur zur Sicherheit: für uns!) hatten wir dann tatsächlich (und mit Glück) ein Ergebnis. Kalle hat eine Schulterhöhe von 52 und hinten ist er 54 cm hoch. Da sich vorne noch anpasst und er sicher auch noch etwas wächst schätzen wir, dass er ausgewachsen eine Grösse von 55 Zentimeter haben wird.
-----
15.03.
Da es heute so gar nichts aussergewöhnliches zu
erzählen gibt ist es Zeit für ein kleines Fazit. Fangen
wir mit dem an, was noch nicht so toll ist:
- Kalle pinkelt immer noch bei der Begrüssung und
- er springt auch noch hoch.
- Er dreht manchmal so auf, dass schon mal was seinen Standort oder sein Aussehen verändert - gelinde gesagt...
- Er interessiert sich für Sachen auf dem Tisch.
- Er nervt Lunes manchmal ein bisschen viel.
- Er geht mittlerweile gut an der Leine.
- Er ist stubenrein; wenn doch mal ein Malheur passiert liegt es an unserer Unachtsamkeit. Er zeigt nämlich immer, wenn er muss.
- Er kommt sofort auf Ruf/Pfiff/Geste.
- Jogger und Fahrradfahrer interessieren ihn nicht; das ist für uns sehr entspannend.
- Sein Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber ist vorbildlich; Menschen werden von ihm bisher ausnahmslos geliebt.
- Er nervt Lunes zwar öfter, kennt aber die Grenzen und weiss, wann er besser aufhört.
- Er schläft ruhig im Hundehaus.
-----
14.03.
Heute stand ein Besuch im Tierheim an; wir wollten einfach mal
testen wie der Kurze sich verhält.
Kalle hatte auf jeden Fall schon mal kein Problem mit dem Besuch; schlechte Erinnerungen hat er dort also ganz bestimmt nicht gemacht. (Hätten wir uns bei dem ausgesprochen netten Mitarbeitern auch nicht vorstellen können!)
Letztere hatten dann nach knapp 6 Wochen mal wieder das
Vergnügen, sich von einem vor Wiedersehensfreude windenden
Kalle das Gesicht abschlabbern zu lassen.
Er hat das jedenfalls sichtlich genossen; auch das
vorFreudeaufdieSchuhepinkeln klappte noch ganz gut... ;o))
Immer wieder unser Appell an zukünftige Hundebesitzer: Besucht vor einem teuren Kauf beim Züchter erst die umliegenden Tierheime - es warten Traumhunde auf euch! Wenn das Tierheim dann noch so gut geführt wird wie das Bochumer kann man sicher sein, dass man kompetent beraten wird.
Gebt den Tierheimhunden eine Chance - sie haben es verdient!
-----
13.03.
Man kann schon ewig Hunde halten und ist trotzdem immer wieder
aufs neue verblüfft! In der Wohnung darf Kalle sich nicht
den Körbchen (auf jeder Etage ist eins) von Lunes
nähern - geschweige denn hineinlegen. Das sind die letzten
verteidigten Bastionen des Althundes, die Kalle auch
respektiert.
Heute morgen schaue ich durch die Scheibe in das Hundehaus und was sehe ich? Lunes und Kalle einträchtig nebeneinander im Körbchen! Merke: Im Haus niemals - draussen unter sich ist kuscheln angesagt.
-----
12.03.
Was für ein Unterschied: Noch bis vor ein paar Tagen war
Kalle ein hyperaktiver, kaum zu bändigender Hund und nun ist
er ein lieber, ausgeglichener Hausgenosse. Das kann einfach kein
Zufall sein; scheinbar brauchte Kalle das Gefühl eines
eigenen Raumes, den er nur mit Lunes und nicht mit uns teilen
muss. (Und den er auch nach seinen Vorstellungen umdekorieren
darf; Lunes lässt ihn gönnerhaft gewähren!)
Vielleicht ist es auch einfach die Erinnerung an das Tierheim,
denn dort hat er ja auch so gelebt. Warum ist eigentlich auch
egal - das Ergebnis ist jedenfalls sehr positiv.
Nicht dass da was falsch rüberkommt: Kalle ist immer noch
ein Energiebündel ersten Grades; wehe wenn er
losgelassen...
Wenn er sich aber im Wald und/oder im Garten ausgepowert hat wird
er so ruhig, dass wir ihn ab und an suchen müssen. Er liegt
dann in einer seiner Lieblingsecken und schläft oder
verfolgt gelassen das Geschehen rund um ihn herum. Die letzten
Nächte waren auch ruhig - was will man mehr? Unserem
Nervenkostüm tut seine Läuterung jedenfalls gut; dem
von Lunes sicher auch.
Vielleicht hat er ja auch nur ganz einfach kapiert, dass er bei uns endgültig zu hause und willkommen ist!
-----
11.03.
Verblüffend: Kalle besteht auf seinem Schlaf im Hundehaus.
(Für Lunes ist das eh nichts neues; er hat zusammen mit Rocky sein ganzes Leben lang draussen
geschlafen.) Kalle aber ist nach dem ersten Versuch kaum noch vom
Gartenhaus wegzubekommen.
Ob es wohl auch daran liegen kann, dass in den letzten Tagen
wundersamerweise immer ein paar Leckerchen in den Hütten zu
finden waren? ;o))
Seit Kalle zusammen mit Lunes draussen pennt ist er jedenfalls spürbar ausgeglichener und ruhiger geworden. Und auch noch kreativer: Seine unterschiedlichen Arrangements der vielen Decken und Läufer im Hundehaus sind einfach sehenswert!
Nur zur Sicherheit: Das Hundehaus ist ein grosses und vollisoliertes Gartenhaus mit zwei auch noch mal isolierten Hütten, einem Fenster und einer Boden-bis-Decke-Panoramascheibe; hat also mit einem Zwinger nichts gemein. Habe ich den Anschluss an die Zentralheizung schon erwähnt?
-----
10.03
Nach dem Fiasko gestern morgen haben wir lange überlegt, was
wir ändern müssen. Ergebnis des Brainstorming: Ein von
uns gestern fast durchgehend beschäftigter Hund und zum
auspowern mehrere lange Spaziergänge. Der Erfolg gab uns
recht: Selbst bei der Premiere "Schlafen im Hundehaus"
gab es keine Probleme; Kalle holte sich Decken und Kissen vor die
Panoramascheibe und thronte darauf heute morgen fröhlich wie
Graf Koks.
Nach einem Morgenspaziergang im matschigen Wald war es dann so
weit: Seliges ratzen auf der zweitliebsten Decke und in den
wachen Momenten ein so was von lieber Hund!
Weil die beiden mittlerweile echte Kumpel geworden sind rollte auch Lunes sich solidarisch in seinem Körbchen zusammen und schnarchte mit!

-----
09.03.
Ich muss zugeben: Auch wenn man dank langer Erfahrung schon
reichlich gelassen geworden ist, bringt einen so mancher Anblick
doch aus der Fassung. Ohne jetzt näher darauf einzugehen nur
so viel: Wir brauchen bald wieder eine neue Packung
Haushaltspapier; unser Verbrauch ist enorm. Den Rest
überlasse ich der Fantasie des Lesers.
-----
08.03.
Nur damit uns nicht alle um unseren Engel beneiden: Er hat
natürlich auch so seine Mucken, an denen wir noch reichlich
arbeiten müssen! Blumen köpfen (müssen wohl lecker
sein) und Ambitionen zum Tiefbau (ein Bagger ist nix dagegen)
sind nur zwei seiner Unarten; es gibt noch so einige andere. Der
perfekte Junghund ist halt noch nicht erfunden worden!
Und wenn: Ich bin mir nicht sicher, ob wir so einen haben wollten. Eher nicht!
-----
07.03.
Der nächste grosse Kalle-Test: Eine längere Autofahrt
zusammen mit Lunes im Laderaum unseres Kombis.
Wir hatten alles mögliche erwartet/befürchtet; dass er
sich einfach hinsetzt, aus dem Fenster schaut und die Fahrt
geniesst hat uns doch etwas überrascht. Schliesslich musste
er sich den Platz mit Lunes teilen - das war aber überhaupt
kein Problem; die beiden haben sich platzmässig sofort
arrangiert.
Prüfung locker bestanden!
-----
06.03.
Wo nimmt der Hund nur diese Energie her? Ein freilaufender Kalle
ist im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend und unermüdlich.
Dabei stört ihn (wie übrigens Lunes auch) die momentane
Matsche kein bisschen - er muss die Bude ja auch nicht
sauberhalten.
Wofür hält man sich als anständiger Hund denn auch Hauspersonal mit ständig bereitstehendem Wischer... ;o))
-----
05.03.
Kalle freut sich über Herrchen - Kalle bepinkelt sich.
Frauchen bleibt in der gleichen Situation trocken. Bin ich
irgendwie anders? ;o))
Wofür gibt es das Internet mit seinen Foren? Frisch ans
stöbern!
Auch dort natürlich unterschiedliche Meinungen: Welpen
bis zu einem halben Jahr haben ihre Blase nicht so unter
Kontrolle und das ist normal, kraulen am Bauch hat die gleichen
Folgen wie bei der Hundemutter, die zur Anregung von Blase und
Darm am Bauch des Welpen leckt, bepinkeln ist ein Zeichen der
Hochachtung vor dem Ranghöheren, es ist einfach nur
Angst...
3 Schreiber, 4 Meinungen!
Ich werde vorerst einfach mal versuchen, Kalle nicht mehr in gebückter Haltung zu kraulen, sondern mich schon vorher hinzuknieen (keine unbewusste Drohhaltung) und ich werde ihn - so schwer mir das auch fallen wird - bei der Begrüssung erst einmal ignorieren, damit der erste Überschwang bei ihm raus ist und wir das Kraulen in ruhigerer Athmosphäre geniessen können. Schliesslich ist Kalle stubenrein und weder verschüchtert noch versucht er bei mir die Dominanznummer - es ist also vielleicht wirklich nur eine Kleinigkeit in meiner Körperhaltung, meinen Gesten oder beim Timing.
Vasuch macht kluch!
-----
04.03.
In den letzten Nächten haben wir testweise nichts vor die
Sofas gestellt und ich muss zugeben, dass sich morgens keiner von
uns beiden um den ersten Blick ins Wohnzimmer gerissen hat.
Wir wurden angenehm überrascht: Kalle hatte es sich weder
auf einem der Sofas bequem gemacht noch weiter an einem Stuhl
rumgeknabbert; er hat sich stattdessen sein Körbchen vor die
Wohnzimmertür gezogen und geratzt.
Ich wage mal ein vorsichtiges Hurra!

-----
03.03.
Mittlerweile sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass bei
Kalle das geistige Wachstum hinter dem körperlichen
zurückgeblieben ist. Das soll jetzt nicht heissen, dass er
dumm wäre - ganz im Gegenteil! Er ist sehr aufmerksam und
kapiert auch fix worum es geht.
Wir wissen natürlich nicht, wo und wie Kalle seine ersten
Monate verbracht hat und später im Tierheim war seine Welt
natürlich auch eher begrenzt. Er hat jedenfalls ein
unheimliches Defizit an Eindrücken; man könnte manchmal
glauben, dass ihm alles ausserhalb der Wohnung neu ist.
Nicht nur in dieser Hinsicht ist Kalle körperlich zwar 6
oder 7, geistig aber nur 3 oder bestenfalls 4 Monate alt; so
haben sich jedenfalls unsere früheren Welpen in dem Alter
benommen.
Mit dieser Erkenntnis fahren wir alle besser: Kalle wird von uns nicht überfordert und wir kommen auch besser damit klar, wenn er mal wieder vor Freude auf unsere Schlappen "tröpfelt" oder an unseren Fingern herumkaut. Dafür ist er nämlich eigentlich schon zu alt.
-----
02.03.
Der Garten als Abenteuerspielplatz und der fixe Kalle - eine
für uns arbeitsreiche Mischung! Warum? Kalle buddelt
irgendwo - man schimpft ein bißchen und füllt das
Loch. In dieser Zeit hat er eine Pflanze angeknabbert. Man
schimpft ein bißchen, während man hingeht. In dieser
Zeit buddelt Kalle ein neues Loch hinter unseren Rücken. Man
schimpft ein bißchen und...
So einen Angestellten wünscht sich sicher jeder Arbeitgeber: Immer agil, immer voll wach und immer sehr effektiv in dem, was er gerade macht. Wir sind in dieser Frage verständlicherweise etwas anderer Meinung, obwohl wir seine Unermüdlichkeit eigentlich bewundern. Wo er doch so fleissig ist - der Kleine!
-----
01.03.
Drei Tage war der Kalle krank.
Jetzt fetzt er wieder - Gott sei Dank!
Er ist wieder der alte und hat sichtlich zu seiner gewohnte Form zurückgefunden. Nix mit lebenslangem Schock wegen des Tischunfalls - nur eine kurze Zeit der Besinnung!
Einerseits freuen wir uns natürlich, andererseits... ;o))
-----
28.02
Kalle ist überschwänglich, Kalle ist neugierig, Kalle
ist manchmal ausser Rand und Band - aber er stellt nichts
an!
Uns ist eingefallen: Vor seiner "Läuterung" hat
er als letztes noch beim spielen unseren kleinen Wohnzimmertisch
umgeworfen. Ein Mordskrach - der Tisch donnerte auf den Boden,
ein Glas und eine kleine Terrakottaschüssel fielen runter
und zerlegten sich klirrend auf den Fliesen. Das alles passierte
direkt neben ihm.
Wir haben nicht mit ihm geschimpft; sowas kann beim Spiel halt
vorkommen. Aber vielleicht hat ihn alleine das Getöse schon
geschockt. Seitdem ist er jedenfalls ein lieber Hund! Nee Quatsch
- das war er vorher auch schon. Noch lieberer Hund muss
es heissen.
Gibt es eigentlich auch ein "DSDLZ" - Deutschland sucht die längste Zunge? Ich hätte da jemanden zu melden!

-----
27.02.
Irgend jemand hat uns neulich gefragt, ob Kalle und Lunes sich
denn überhaupt mögen.
Geht so... ;o))
Heute nachmittag habe ich mit Kalle einen grossen Spaziergang durch unseren Volksgarten und "Lütgendortmund-City" gemacht. Auf ihn stürzten sichtlich unendlich viele neue Eindrücke ein, die er bisher garantiert noch nicht kannte; von seiner Zeit im Tierheim her sowieso nicht und auch bei uns ist er bis heute immer die eher beschaulicheren Strecken durch unsere ruhige Strasse Richtung Wald gegangen.
Die ihm bisher bekannte Welt mit all ihren Gerüchen, Geräuschen und vielen anderen Eindrücken ist nach diesem Spaziergang sicher ein ansehnliches Stück grösser geworden.
Ganz am Rande: Auch heute benimmt sich Kalle tadellos -
langsam wird uns die Sache wirklich mulmig!
Na ja - so ein paar kleine Schoten hat er schon gerissen. Aber
wirklich nur gaaanz kleine!
-----
26.02.
Heute ist uns Kalle unheimlich, denn er ist einfach nur lieb und
stellt nichts an. Selbst im Umgang mit Lunes ist heute Peace and
Love angesagt; die beiden sind nur am schnubbeln. Ob wir
vielleicht besser zum Tierarzt...?
Spaß beiseite: Man wartet andauernd darauf, dass endlich
was umfällt oder wie durch Zauberhand verschwindet
oder... Das wäre normal. Aber nix!
So blöd es auch klingen mag - uns macht das nervös!
Das ist übrigens der Stand 18.40 Uhr - er hat also noch gut 5 Stunden. Warten wir mal ab.
21.50 Uhr und immer noch nichts; dieser Tag wird rot im
Kalender angestrichen! Egal was noch kommen sollte: Das ist die
längste Zeit ohne "aus!", "weg da!" oder
"was hast du da denn angestellt?!" seit wir Kalle
haben.
Sollte Dr.Kalle tatsächlich Mr.Hulk besiegt haben?
Der Tag geht zu Ende und es ist tatsächlich nichts passiert. Kalle war einfach nur lieb!
-----
25.02.
Die Schuhe neu sortiert und sämtliche Decken aus allen
Hundekörbchen auf verschiedene Etagen verteilt und den
Blumenkasten im Garten umgeworfen und die Pflanze abgekaut und
ein Gitarrenkabel zernagt und noch so dies und das -
iiich soll das gewesen sein? Nöh! Wie - du glaubst mir
nicht? Können denn diese Augen
lügen??

Ich gebe zu: Wir haben heute fast die Nerven verloren - Kalle war hyperaktiv. Dann aber wurde uns klar, dass die letzten Spaziergänge mit ihm einfach etwas kurz waren, weil wir beide erkältet sind. Und irgendwie muss ein junger Hund ja seine überschüssigen Kräfte loswerden!
-----
24.02.
Watt für 'ne Nacht! Wir waren gestern abend beide weg
und die Hunde hatten ausgiebig Gelegenheit zu schlafen. Resultat
bei Kalle: Als wir dann schlafen wollten fing er an zu
zaubern und holte in der Nacht alles aus der Trickkiste, was man
von einem "Teenager" so erwarten kann. Resultat: Ein
durchaus glücklicher Hund und am Morgen Augenringe bei
uns.
Wir werden uns rächen und den Hund jedesmal, wenn er heute
pennen will, zum spielen auffordern und Möbel
verrücken. Auge um Auge... :o))
Es gibt zwei Gelegenheiten, bei denen es bei uns im Haus richtig ruhig ist: Kalle schläft oder Kalle nagt an seinen geliebten Kauknochen. Wobei: Ruhig kann man das bei seinem schmatzen eigentlich auch wieder nicht nennen.

-----
23.02.
Der Nachteil bei zwei Hunden: Es ist bei Spaziergängen nicht
leicht, Kalles Aufmerksamkeit zu bekommen. Woran schnuppert
Lunes, was sieht er da, warum bleibt er stehen? Alles ist sooo
viel interessanter als Frauchen, die man ja sicher an der Leine
hat... ;o))
Sein ziehen an der Leine und das Hochspringen bei der Begrüssung - daran müssen wir noch arbeiten. Davon mal abgesehen macht sich der kleine - sorry! - halbstarke Kalle schon ganz gut.
-----
22.02.
Wieder ein Morgen ohne wischen; langsam gewöhnen wir uns
daran.
Der Dämpfer kam dann später nach dem (matschigen) Waldspaziergang: Unsere putzigen Wildschweinchen sorgten sehr schnell dafür, dass wir auch weiterhin den am häufigsten gewischten Boden Lütgendortmunds unser eigen nennen dürfen. Sind wir stolz...
21.02.
Medikamente und anderes Futter zeigen Wirkung: Kalle hat keinen
Dünnpfiff mehr.
Weil deshalb auch nicht gewischt werden musste kamen wir heute
früher in den Wald, in dem es dank wahnsinnig interessanter
Düfte plötzlich zwei schwarzweißgraue
Wildschweine mehr gab, die mit ihren Rüsseln den Boden
durchwühlten.
Versager - nicht einen Trüffel haben sie gefunden! ;o))
Nach einem Spaziergang gibt es doch nichts besseres als total entspannt auf Frauchens Beinen zu liegen und den Kasper zu machen!

Seit heute hat Kalle ein eigenes Gästebuch. Jaja - ich weis schon...
-----
20.02.
Man sollte eigentlich keine Hunde vermenschlichen; schon klar!
Aber erkennt man hier nicht ganz eindeutig das "Alter -
wir langweilen uns. Tu watt!"?
Und sowas von einträchtig... ;o))

Diese Einträchtigkeit hört aber schlagartig dann auf, wenn einer von uns Lunes mal in Ruhe streicheln oder massieren will. Während der absolut gönnerhaft ist kann man über den Junghund nur sagen: Eifersucht - dein Name ist Kalle!
-----
19.02.
Die Sache mit dem Durchfall wurde uns doch mulmig und deswegen
hat Kalle heute seine zukünftige Tierärztin samt Praxis
kennengelernt. Sehr erfreulich: Es gab weder Probleme im
Wartezimmer noch im Behandlungsraum.
Seine Diagnose: "Normaler" Durchfall ohne Vergiftungserscheinungen und ansonsten ein rundum kerngesunder Hund. Ein paar Magen/Darm-Tabletten plus Wurmkur werden sicher dafür sorgen, dass - wie sagt man so schön? - sein Stuhl wieder fester wird.
Obwohl er bei der Tierärztin souverän auftrat hat ihn das ganze doch irgendwie mitgenommen: Nach Hause kommen, ins Körbchen kuscheln und einschlafen war eins. Kalle ist laut der Tierärztin kein Welpe mehr sondern ein Junghund - müde war er trotzdem!
Um mal einen in meiner Kindheit oft geseufzten Spruch meiner Eltern zu zitieren: Wenn er schläft ist er richtig lieb... ;o))

Am Abend war es denn endlich soweit: Als wir von einer Feier
wiederkamen hatte Kalle einen unserer Korbstühle
angeknabbert. Damit hat er zum ersten mal richtig was
angestellt.
Seit er bei uns ist haben wir auf diesen Moment gewartet; selbst
der liebste Welpe nagt schliesslich irgendwann irgendwas
an.
Es ist wie beim Motorrad fahren: Man will zwar nicht vom
Bock fallen - wartet aber trotzdem bange auf das unvermeidliche
erste mal. Wenn man es dann hinter sich hat geht's einem
trotz Schmerzen besser.
-----
18.02.
Wir vermuten, dass der leichte Durchfall von Kalle auch mit
seinem ständigen knabbern an allen möglichen
Hölzern zusammenhängt. Speziell Eiben sind alles andere
als harmlos; wir werden ab jetzt noch mehr darauf achten, dass er
nicht mehr damit in Kontakt kommt.
Zweite Massnahme: Ab heute bekommt er anderes Futter.
Davon mal abgesehen ist Kalle weiterhin ein normaler Welpe; es
ist buchstäblich nichts vor ihm sicher. Alles ist
doch so neu und muss natürlich aufs gründlichste
untersucht werden und...
Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, auf Anhieb immer
nur einen Schlappen oder Schuh zu finden. Interessant ist auch
Kalles Verhältnis zu festen Gegenständen: Wenn Kalle
und z.B. ein Tisch sich in die Quere kommen hat gefälligst
der Tisch zu weichen - was laufen die Möbel auch immer in
seine Richtung!
Diese Einstellung teilt er sich übrigens einszueins mit Lunes. Folge: Wenn die beiden zusammen richtig aufdrehen räumt man Gläser, Vasen und Tassen besser blitzschnell ab, bevor die ihre Lage den Gesetzen der Schwerkraft gehorchend auf den Fussboden verlegen! Angewandte Physik - einprägsam vorgeführt... ;o))
-----
17.02.
Heute morgen bestätigte sich: Wir hatten augenscheinlich
kein glückliches Händchen bei der Wahl des aktuellen
Welpenfutters. Wie sich das äussert muss ich Hundebesitzern
garantiert nicht erklären und Leute ohne Hunde
wollen das gar nicht wissen, wetten?
Es war wieder mal ein Nachmittag, an dem Kalle alle Welpenregister gezogen hat. Sag mir was ein Welpe alles so anstellen kann und ich sage dir die Uhrzeit, an dem Kalle es heute probiert hat... ;o))
Lunes hatte seinen Spass an den Streifzügen des marodierenden Welpen und hat zeitweise sogar mitgemacht; wir haben unseren sonst eher phlegmatischen Althund kaum wiedererkannt. Der neue Welpe als Jungbrunnen!
Gegen Abend habe ich das (vom Tierheim geliehene) Geschirr
samt Leine von Kalle zurückgebracht. Was mich richtig
freute: Sein Welpentagebuch wurde dort nicht nur für gut
befunden - die Leute hatten auch Verständnis dafür! Das
tat richtig gut; die meisten halten das nämlich für
eine Spinnerei.
Sollen sie ruhig - ich stehe zu meinem Spleen!
-----
16.02.
Eine Frage an vielleicht mitlesende Putzteufel: Wie reagiert ihr
auf zwei Hunde, die nach ausgiebigem Waldspaziergang völlig
verschlammt in die Bude stürmen? Hunde abgeben? Nur noch im
überdachten Auslauf mit Betonboden rennen lassen? Oder gar
Suizid?
Spass beiseite: Wenn man sein an sich gepflegtes Haus nach einem
Spaziergang so betrachtet fragt man sich manchmal klammheimlich,
warum man sich das antut. In diesem Fall gibt es nur eine
Therapie: Man schaut in die glücklichen Augen der Hunde.
Und schon sind schmutzige Böden und Treppen so was von
nebensächlich!
Die Hunde selber interessiert nach einem solchen Waldaufmischen nur A: ihr Fressnapf und B: hinlegen und schlafen. Wobei man bei "liegen" eventuell eine etwas andere Haltung erwarten würde... ;o))

-----
15.02.
Was ist das wichtigste am Morgen? Genau: Eine liebevolle
Begrüssung samt Schnauzentest, ob der Arm der Chefin sich
seit gestern verändert hat. Der Kleine will bestimmt mal
Arzt werden.
(Man sagt, Hundebesitzer seien ab und an etwas sonderlich!)

-----
14.02
Dr. Jekyll und Mr. Hyde oder besser Dr. Kalle und
Mr. Hulk - irgendwie passt die alte Geschichte. Kalle kann
den ganzen Tag lieb sein; wenn er aber seine dollen 5 Minuten hat
ist nichts vor ihm sicher. Sicher ist nur, dass man danach die
Wohnung in einem ganz anderen Licht sieht... ;o))
Er dekoriert aber nur um; bis jetzt hat er trotz reichlicher Möglichkeiten noch nichts angeknabbert oder sonstwie zerstört.
Beim Abendspaziergang erneut die Erkenntnis: Mit beiden Hunden
zusammen spazieren gehen führt zu Konkurrenzdenken. Folge:
Es wird gezogen und gezogen, damit man auch garantiert der
vordere Hund ist.
Kaum trennen wir uns und gehen unterschiedliche Wege sind die
Hunde wieder ruhig, bei Kalle hängt die Leine durch und
seine Aufmerksamkeit ist auch wieder da.
Bis er nicht mehr so leicht abzulenken ist werden wir wohl getrennt spazierengehen. Nette Nebenerscheinung: Die Wiedersehensfreude zwischen den Hunden ist jedesmal enorm!
-----
13.02.
"Kalle - Kalle!!" Aber wen
interessiert schon Frauchen, wenn es auf der Wiese doch sooo toll
riecht? Lass sie doch rufen!
Bis dann Frauchen ein klirrendes Kettenhalsband in seine Richtung
warf. Und siehe da: Seit dem kann sie sich an seiner
Aufmerksamkeit erfreuen...
Ab und an gibt es einen Zwergenaufstand, wenn die soziale Rangfolge mit Lunes mal wieder ausdiskutiert werden soll. Da steht der Althund aber gelassen drüber: Kalle wird kurz aber konsequent in seine Schranken verwiesen, hinterher abgeschnubbelt und gut ist. Daran sollten sich so manche Menschen ruhig mal ein Beispiel nehmen!
Wir haben Kalle (oder er uns?) jetzt seit 10 Tagen und es kommt uns vor, als ob der kleine Kerl schon immer bei uns war.

-----
12.02.
Heute morgen haben wir nicht genug auf die eigentlich eindeutigen
Signale von Kalle geachtet. Das Ergebnis unseres
Versäumnisses durften wir dann unter Zuhilfenahme von
Kehrschaufel und reichlich Haushaltspapier entsorgen. Betonung
auf reichlich. Sehr reichlich... ;o))
Eigene Schuld!
Kalle ist ungefähr ein halbes Jahr alt und damit kein
kleiner Welpe mehr. Er hat schon einige Unarten, auf die man mit
viel Geduld eingehen muss. Das ist natürlich ungleich
schwerer als mit einem ganz jungen Welpen neu anzufangen und
garantiert nichts für Hundeanfänger. Auch wir mit
mittlerweile fast 30 Jahren Hundeerfahrung stehen ab und an vor
der Frage "Und jetzt?"
Wir arbeiten an der Kommunikation und langsam dringen wir auch zu
Kalle durch. Trotzdem: Es wird sicher noch etwas dauern, bis wir
eine gemeinsame Sprache sprechen.
Anekdote am Rande: Die Kamera ist mittlerweile geladen. Toll, ne? Leider habe ich aber das Kunststück geschafft, den Chip auf dem Weg vom Rechner zur Kamera zu versemmeln. Dauert also doch noch was mit neuen Bildern.
Anekdoten-Anekdote: Ich habe vorhin einen neuen Speicherchip
gekauft und natürlich prompt den alten wiedergefunden. War
ja klar... Gezz abba:

-----
11.02.
Dank Trockenfutter und demzufolge viel Durst durfte ich heute
morgen mal wischen.
Kalle testet wieder, wie weit er bei uns gehen kann. Unsere
ruhigen und gelassenen Reaktionen (was nicht immer leicht ist!)
lassen den kleinen Gelegenheits-Wüterich bei seinen
Versuchen aber jedes mal ziemlich schnell abkühlen.
Bis auf ein paar Ausnahmen am Vormittag war der Tag heute
ruhig.
Es wird Zeit mal wieder ein paar Bilder von Kalle (und Lunes) zu
machen; nach den Knips-Orgien der vergangenen Tage musste aber
erst mal unsere Kamera geladen werden. Ab morgen gibt es wieder
neue Fotos, wetten??
-----
10.02.
In der Nacht ist nichts passiert und heute habe ich bei der
Begrüssung auch meine Füsse rechtzeitig in Sicherheit
bringen können.
Immer wieder verblüffend zu sehen: Ein Welpe isst und trinkt
und will sofort danach nach draussen. Trööt! Die
gleiche Menge, die er vorher gegessen hat, liegt nun ringelig auf
dem Boden. Eigentlich sollten wir ihn gleich auf der Wiese
füttern - das würde uns den Spurt in den Garten
ersparen. Obwohl: Bewegung tut ja gut!
Spazierengehen mit beiden Hunden ist bei der Welpenerziehung
kontraproduktiv: Kalle ist so abgelenkt, dass man seine alleinige
Aufmerksamkeit vergessen kann und ohne die ist jedes
"Komm" natürlich vertane Liebesmüh.
Ab jetzt werden wir getrennt in den Wald gehen; das schont die
Nerven der Hunde und auch unsere.
Jetzt am späten Abend ein Resumee: Dieser Tag war voller
ups and downs. Kalle war lieb und anhänglich und
lernbegierig und dann wieder phasenweise ein SVW -
schlimmster vorstellbarer Welpe.
Nee Quatsch; so wild war es auch nicht. Aber es ging schon weit
über gewöhnliche Welpenmucken heraus; heute hat er
sichtlich getestet, wie weit er es mit uns treiben kann. Leute
ganz ohne Hunde- bzw. Welpenerfahrung hätten heute
aufgegeben - da bin ich mir ziemlich sicher.
Ein richtiger (und wichtiger) Ruhepol war Lunes; den hat das
Welpengemotze überhaupt nicht interessiert und er ist in
jeder Situation souverän geblieben.
Ein bisschen muss ich auch uns selber loben: Wir haben nicht die
Ruhe verloren und Kalle trotz allem gezeigt, dass er bei uns
willkommen ist und wir ihn lieben. Das ist auf die Dauer nicht
ohne Wirkung geblieben; mittlerweile hat er sich beruhigt und ist
wieder der knuddeligste Welpe der Welt.
-----
09.02. am Morgen:
Ein paar Sekunden weinen vor dem schlafengehen - dann war Ruhe
und bis heute morgen ist wirklich nichts passiert. Als ich Kalle
überschwänglich dafür lobte kam dann doch noch
was: Freudenpipi auf meine frischgeduschten Füsse! Soll ja
gut für die Haut sein.
Das Verhältnis zwischen Kalle und Lunes erstaunt uns: Nach
so kurzer Zeit ist schon alles geklärt. Das Körbchen
von Lunes ist verbotene Zone für Kalle und wenn der auf
seiner Decke liegt respektiert Lunes das und lässt ihn in
Ruhe. Füttern ist auch kein Problem; jeder haut erst rein
und startet dann die obligatorische Nachsuche im Napf des Anderen
- es könnte ja noch ein Krümelchen... ;o))
Wir glauben sicher nicht an die Unfehlbarkeit von
Hundeflüsterern; viele Denkanstösse in den Büchern
von Anton Fichtlmeier
sind in sich aber stimmig und helfen uns sehr.
Wir halten seit fast 30 Jahren Hunde und haben rückwirkend
gesehen so einiges völlig falsch verstanden, was uns unsere
jeweiligen Freunde mitzuteilen versuchten. Durch intensive
Beobachtung von Kalle und dem Versuch, seine Signale richtig zu
interpretieren, wollen wir diese Fehler in Zukunft
vermeiden.
Unendlich viel Liebe und vor allen Dingen eine Engelsgeduld
bringen wir in die Beziehung ein; wenn Kalle auch
weiterhin das gleiche Interesse an uns hat wie wir an ihm klappt
das mit uns prima. Wetten?
09.02. abends:
Heute war der erste ruhige Tag; Kalle hat sehr viel geschlafen
und nicht annähernd so viel gezaubert wie in den letzten
Tagen. Er war nicht etwa träge - oh nein! Wenn er wach war
war er wach - und wie! Aber dazwischen gab es lange Phasen, in
denen er einfach nur geschlafen hat.
Wir werten das als endgültiges "Hier bin ich zu
Hause!", denn in seinen ersten Tagen bei uns konnte man
nicht zur Tür oder in den Keller gehen ohne einen jungen
Hund zwischen den Füssen zu haben. Jetzt hat er sichtlich
gemerkt, dass wir ihn bestimmt nicht alleine zurücklassen,
sondern auch wiederkommen.
-----
08.02. vormittags:
Der erste richtig lange Spaziergang mit beiden Hunden an der
Leine. Im Anfang lagen die Nerven zugegeben etwas blank; die
Frage, wer denn vorne weg gehen durfte beschäftigte die
Hunde sichtlich - gelinde gesagt!
Nach einiger Zeit und nachdem auch wir uns beruhigt hatten - was
gar nicht soo einfach war - spielte sich das ganze aber ein und
der Spaziergang machte Spass. Wird schon!
08.02. abends:
Über die Stubenreinheit können wir wirklich nicht
klagen; Kalle zeigt uns unmissverständlich wann es denn Zeit
ist mit ihm rauszugehen. Er stuppst uns an und geht dann zur
Tür - klarer können Signale wirklich nicht sein!
Langsam wird uns der Welpe unheimlich: Selbst an der Leine zeigen
sich enorme Fortschritte. Er zieht kaum noch, ist aufmerksam und
wartet an Bordsteinkanten.
Trotzdem ist es noch ein normaler Welpe, wie die überall im
Haus rumliegenden Schuhe und Schlappen beweisen, die er aber
nicht etwa anknabbert, sondern nur nach seinem Verständnis
für Design anordnet. Kann man mit leben!
-----
07.02. am Morgen:
Wir staunen: Wieder eine ganze lange Nacht und nichts ist
passiert; ruhig war es auch und das Wohnzimmer wurde nicht
umgestellt!
Die Begrüssung war dann allerdings wieder allerliebst und
wir waren froh, dass wir - im wahrsten Sinne des Wortes - fest
mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Dann schimpft man zwar ein
bisschen mit der hüpfenden Atombombe, hat aber gleichzeitig
eine Träne der Rührung im Augenwinkel. Mann, kann der
sich freuen!
07.02. spät in der Nacht:
Wir waren eingeladen und somit kam der erste Langzeit-Test
für den Hoppeditz (und uns!): Was passiert, wenn wir
über sechs Stunden weg sind? Ganz ehrlich: Wir hatten
gemischte Gefühle; im Laufe der Jahre gewöhnt man sich
eben an das Aussehen des Wohnzimmers... ;o))
Um es kurz zu machen: Bis auf einen wenig Pipi auf dem Boden ist
nichts passiert. Nichts war angeknabbert, nichts war umgekippt,
nichts dekorativ umgestellt. Wow!
Und das allerschönste: Die Nacht danach war ruhig und ganz
ohne Tröpfchen auf dem Boden.
-----
06.02. am Morgen
Als wir gestern nacht die Wohnzimmertür hinter uns schlossen
kam kurz danach ein leises weinen und wir dachten, jetzt kommt
die erste Nacht, in der wir an den Welpenstatus von Kalle
nachdrücklich erinnert werden.
Nach ein paar Minuten war aber alles ruhig und wir konnten ruhig
durchschlafen. Hat schon Vorteile, wenn noch ein Kumpel mit im
Zimmer ratzt. Also bei Kalle... ;o))
Glücklicherweise hat Lunes seit heute sichtlich seinen Muskelkater überwunden, der ihn seit dem Begrüssungstoben am ersten (Kalle-)Tag reichlich geplagt hat. Auch wenn er für seine über 12 Jahre noch richtig fit ist: Gegen die Sprengkraft eines halbjährigen Welpen kommt Lunes nicht mehr an. Dadurch hat sich das Verhältnis zwischen den beiden aber nochmal verbessert; ohne Piene inne Knochen kann man eben noch viel freundlicher sein. Das gegenseitige Sozialverhalten ist bis jetzt jedenfalls untadelig.
06.02. am Abend:
Es ist nicht zu verkennen: Kalle hat sein Zuhause akzeptiert und
bedient freudig jedes denkbare Welpenklischee. Vom
herumschleppen unserer Schlappen über das umdekorieren der
Wohnung und das abknabbern aller möglichen Zweige und Ranken
im Garten bis zum verbeissen in Pullovern... - er kennt seinen
Job! Klar ist manches - gelinde gesagt! -
gewöhnungsbedürftig; andererseits zeigt es uns aber,
dass er keine Scheu mehr bei und vor uns hat. Scheinbar hat er
uns endgültig adoptiert... ;o))
Woran wir zusammen mit Kalle ganz klar arbeiten müssen ist das kommen und das nicht-hochspringen bei der Begrüssung.
-----
Es ist der 05.02. nachmittags und es gibt im ganzen Haus samt
Garten sicher nicht eine einzige Stelle, die der kleine Mann
mittlerweile nicht ausgiebig untersucht hat. Scheu? Vorsichtig?
Auha!
Kalle ist ein selbstbewusstes kleines Kerlchen, bei dem man trotz
der schmachtenden Babyaugen manchmal beherzt eingreifen muss. Gut
so - ängstliche Welpen sind viel schwerer zu erziehen.
Seit heute Mittag ist Kalle auch beim Ordnungsamt der Stadt Dortmund gemeldet; schliesslich zählt er laut Hundegesetz zu den grossen Hunden. Und wir wollen doch nicht, dass sein Leben bei uns in der Illegalität beginnt... ;o))
-----
Es ist der 04.02. abends und Kalle hat den ersten ganzen Tag bei uns mit Bravour hinter sich gebracht:
- Kein Theater in der letzten Nacht, sondern einträchtiges poofen mit seinem neuen Kumpel.
- Morgens ein Waldspaziergang mit ersten sozialen Kontakten - sowohl mit einem Welpen als auch mit einem grossen Hund. Herzallerliebst - Verhaltensprüfung bestanden!
- Streit mit Lunes ums Futter? Nö - die beiden kamen sich nicht ins Gehege.
- Das erste mal ohne Menschen nur mit Lunes im Haus. Nach Befragung der Nachbarin: Absolut ruhig. Als wir wiederkamen schlief Kalle in einem Körbchen im Erdgeschoss und Lunes im ersten Stock.
- Nachmittags kamen natürlich reichlich Welpenbekuckbesuche mit und ohne Hunde. Keine Anzeichen für Stress; souveräner Umgang mit Tieren und Menschen.
- Thema Stubenreinheit: Kalle meldet sich wenn er muss; er kommt und stuppst an. Nur wenn er sich wirklich so richtig doll freut hat man schon mal ein paar Tröpfchen auf den Schlappen. Er ist halt noch ein Welpe!
Kurz gesagt: Wie hätte es besser laufen können? Uns fällt dazu nichts ein!

-----
Wir haben Kalle jetzt (03.02.2009 - 19.00 Uhr) seit vier Stunden und unser ganzer Alltag steht schon auf dem Kopf. Ist das nicht schön!