FlaggeEin wenig gespannt waren wir 2004 bei unserer ersten Fahrt dorthin schon auf unser "neues" Urlaubsland. Und völlig ahnungslos; ausser aus Erzählungen von Bekannten und dem schmökern im ADAC-Reiseführer wussten wir nichts über »»Dänemark.

Mit der Urlaubsfahrt fing es an: Ungewohnt kurz, wenn man im Haupturlaub die 1800 Kilometer bis zum Ebro in Spanien gewohnt ist.

Und dann das gemütliche cruisen durch Dänemark. Klar: Autobahn 130! Aber davon gibt es nicht allzuviel. Also: Landstrassen mit erlaubten 80. Tempomat auf 80, naja, also auf 90 und dann - ja dann merkt man erst einmal, warum man früher so gerne mit dem Motorrad geknattert ist. Man sieht ´ne Menge, der Stress pendelt sich auf Null ein und als netter Nebeneffekt ist das eine sehr spritsparende Geschwindigkeit.

Um es kurz zu machen: Wir sind die totalen Fans geworden! Die Menschen sind durchweg freundlich und es herrscht eine Atmosphäre des Vertrauens, die man hier bei uns nicht (mehr?) kennt. Wir haben in unserem Urlaub selten ein abgeschlossenes Fahrrad gesehen.
(Edit 2009: Leider bekam unsere Begeisterung einen Dämpfer! Wir kamen an, packten aus, schlossen das Haus ab und fuhren einkaufen. Zwei Stunden später kamen wir zurück und waren bestohlen worden; ausser unserer Kleidung war alles weg.)

Und dann die überall am Wegesrand aufgestellten Stände mit Kartoffeln, Eiern, Blumen, Angelwürmern... Man nimmt sich die Ware, legt das Geld in einen Kasten und gut ist. Und die Stände stehen teilweise mutterseelenallein hunderte von Metern vom nächsten Hof entfernt. Faszinierend und für einen Großstadtbewohner absolut ungewohnt! Und was es alles zu sehen gibt: Die Strände, die kleinen Städtchen, die Vogelklippen, Hügelgräber...

Kommen wir zu dem Vorurteil, dass Dänemark unerschwinglich teuer ist. Es stimmt schon: Die Preise sind etwas höher als bei uns - aber nicht so schlimm wie noch vor einigen Jahren. Dank Aldi, Plus und anderen Discountern ist das ganze wirklich nicht (mehr) schlimm.
(Edit 2009: Dieses Jahr kamen uns die Preisunterschiede gravierender vor. In den letzten Jahren ist die Teuerung bei Lebensmitteln in Dänemark scheinbar höher ausgefallen als bei uns.)

Vor ein paar Jahren wurde die Alkoholsteuer um einiges gesenkt; der Schluck am Abend plündert also nicht die Urlaubskasse. Einzig Essengehen ist relativ teuer; egal ob im Restaurant oder an den Strandbuden. Sehr erfreulich sind dagegen die Fischpreise: Frischer Fisch kostet ungefähr soviel wie zu Hause und geräucherter ist sogar billiger. Bei uns bekomme ich nirgendwo eine grosse Räuchermakrele für umgerechnet zwei bis drei EURO! Nur »selbstgeangelt ist da noch (ein wenig) günstiger...
Natürlich sind die Preise regional unterschiedlich; wie überall ist in den Touristenhochburgen alles etwas teurer. Eine auffällige Ausnahme: Fussbekleidung! Speziell Freizeit-/Sportschuhe sind überall sehr günstig.

Ich habe versucht, die interessantesten Eindrücke zu den einzelnen Themen zusammenzufassen und hoffe dass eingefleischte Dänemarkfahrer zu seufzen anfangen und die anderen Lust auf einen Besuch bekommen. Übrigens: Haben Sie »»Interesse am Dänischen Wetter?

Wenn Sie Kunsthandwerk lieben habe ich diese Adressen für Sie: »»Holzkunst aus Dänemarks kleinstem Sägewerk, in dem sie nebenbei auch die berühmten »»Spinnwebkerzen bewundern und natürlich auch kaufen können.